Akute Atemnot: was du sofort tust
Vakada çalışHerr Becker, 59 — nachts keine LuftAkute Atemnot
Bei Dyspnoe (Atemnot) hungert der Mensch nach Luft. Seine Atmung ist beschleunigt oder erschwert. Wenn jemand trotz maximaler Atmung starke Luftnot hat, hat er Todesangst. Er braucht sofort Hilfe.
Wenn der Mensch nicht mehr tief ein- und ausatmet, sondern nur noch nach Luft schnappt, und zusätzlich bewusstlos und zyanotisch ist, ist ein Herzstillstand eingetreten oder steht unmittelbar bevor. Dann leitest du sofort die kardiopulmonale Reanimation ein.
So gehst du bei Atemnot vor:
- Frag, wie stark die Atemnot ist. Bei starker Dyspnoe sollte schnellstmöglich die Ärztin informiert werden, oder der Rettungsdienst.
- Wenn du das Zimmer verlassen musst, um Hilfe zu holen, sagst du es dem Menschen und lässt die Tür offen.
- Bring ihn in eine aufrecht sitzende Position.
- Öffne alle beengenden Kleidungsstücke, zum Beispiel einen Gürtel, und öffne das Fenster.
- Beruhige ihn. Durch Angst steigt der Sauerstoffbedarf, und die Atemnot wird dadurch stärker.
- Miss Puls, Atemfrequenz und Blutdruck, wenn möglich auch die Sauerstoffsättigung.
- Wenn für Luftnot schon ärztlich angeordnet ist, dass er Sauerstoff oder ein bestimmtes Medikament bekommt, zum Beispiel einen Bronchodilatator, kannst du die Anordnung ausführen, bevor die Ärztin da ist.
Bei COPD fällt das Ausatmen schwer, weil sich die Bronchien verkrampfen und die Schleimhäute geschwollen sind. Oft hörst du beim Ausatmen ein pfeifendes Geräusch (exspiratorischer Stridor).
- Als Notfallmedikamente inhaliert der Mensch Wirkstoffe, die bronchienerweiternd oder abschwellend wirken, zum Beispiel Salbutamol oder Kortison.
- Du leitest den Menschen an, mit der Lippenbremse auszuatmen. Weil der Druck in den Bronchien steigt, bleiben sie dabei offen.
- Bei schwerer COPD kann Sauerstoff eine CO2-Narkose auslösen, mit Atemstillstand. Sauerstoff gibst du deshalb nur nach Anordnung und unter Beobachtung. Wenn der Mensch dann plötzlich ruhiger wird, kann das für eine bessere Atmung sprechen. Es kann aber auch heißen, dass der pCO2 ansteigt und eine Kohlendioxidnarkose droht.
Bei schweren chronischen Erkrankungen der Atemwege haben manche Menschen dauerhaft Dyspnoe. Wenn deine Maßnahmen die Atemnot dann verbessern, sollte der Mensch gefragt werden, ob eine Ärztin trotzdem kommen soll.
Wenn die Atemnot von einer chronischen Erkrankung kommt, sind der Mensch und seine Angehörigen in der Zeit ohne Atemnot zu atemunterstützenden Körperpositionen und Atemtechniken zu schulen. Wenn er sie gut beherrscht, kann er sie bei beginnender Atemnot automatisch abrufen, und sie können der Atemnot entgegenwirken.
Atemnot: aufrecht hinsetzen, Enges und Fenster öffnen, beruhigen, messen, Hilfe holen. Bei COPD Lippenbremse anleiten, Sauerstoff nur nach Anordnung.
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Ein Mensch mit COPD hat akute Atemnot. Was tust du?
Nach der Stärke fragen, bei starker Dyspnoe schnellstmöglich Ärztin oder Rettungsdienst informieren; Tür offen lassen, wenn du gehst.; Aufrecht sitzen, beengende Kleidung und Fenster öffnen, beruhigen.; Atemfrequenz, Puls, Blutdruck, wenn möglich Sauerstoffsättigung messen.; Angeordnete Medikamente geben, zur Lippenbremse anleiten.; Sauerstoff nur nach Anordnung: Plötzliche Ruhe kann auch einen pCO2-Anstieg bedeuten.; Schnappatmung mit Bewusstlosigkeit und Zyanose: sofort Reanimation.
Was tust du, wenn ein Mensch mit COPD akute Atemnot hat?
Atemnot: aufrecht hinsetzen, Enges und Fenster öffnen, beruhigen, messen, Hilfe holen. Bei COPD Lippenbremse anleiten, Sauerstoff nur nach Anordnung.