Ablehnung von Maßnahmen und Selbstbestimmung
Vakada çalışHerr Aydın — planen, anleiten, evaluieren: der Bewegungsplan für die RehaAutonomie und Selbstbestimmtheit
Autonomie und Selbstbestimmung schließen ein, dass ein Mensch sich gegen einzelne prophylaktische Maßnahmen entscheiden kann. Diese Entscheidung gilt.
- Sie entbindet dich aber nicht von deinen Aufgaben. Du schätzt das Dekubitusrisiko weiterhin ein. Du informierst den Menschen (oder seinen gesetzlichen Vertreter) über das Risiko und über geeignete Maßnahmen. Die Entscheidung über die passenden Maßnahmen trefft ihr gemeinsam. Dass jemand ablehnt, bedeutet außerdem nicht, dass ein Dekubitus zwangsläufig unvermeidbar wäre.
- Am Lebensende wägst du gut ab, welche Maßnahmen der Dekubitusprophylaxe du einsetzt. Guter Schlaf und Schmerzfreiheit zum Beispiel haben Vorrang vor dem Umpositionieren, außer der Mensch äußert es anders. Dafür wägst du Vor- und Nachteile jeder Maßnahme ab. Umpositionieren entlastet den Druck, kann aber Schmerzen, Atemnot (Dyspnoe), Unruhe, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel auslösen.
- Es gibt Zwischenwege: eine Bedarfsmedikation vor dem Umpositionieren, ein mit dem Menschen abgesprochenes Intervall oder Mikropositionierung statt großer Lageveränderung. Sprich mit ihm, solange er dazu in der Lage ist. Sonst achte genau auf Mimik und Gestik bei Ansprache und Maßnahmen.
Ein Mensch darf einzelne Maßnahmen der Dekubitusprophylaxe ablehnen. Einschätzung, Information und gemeinsame Entscheidung bleiben trotzdem deine Aufgabe.
Kendini test et
Was gilt, wenn jemand Maßnahmen der Dekubitusprophylaxe ablehnt oder am Lebensende steht?
Autonomie und Selbstbestimmung schließen die Ablehnung einzelner prophylaktischer Maßnahmen ein. Die Entscheidung gilt.: Sie entbindet nicht davon, das Risiko weiter einzuschätzen, den Menschen oder seinen gesetzlichen Vertreter über Risiko und geeignete Maßnahmen zu informieren und gemeinsam zu entscheiden.; Ablehnung bedeutet nicht, dass ein Dekubitus unvermeidbar ist.; Am Lebensende haben guter Schlaf und Schmerzfreiheit Vorrang vor dem Umpositionieren, außer der Mensch äußert es anders.; Zwischenwege: Bedarfsmedikation vorher, abgesprochenes Intervall, Mikropositionierung.; Bei fehlender Äußerungsfähigkeit auf Mimik und Gestik achten.
Was gilt, wenn ein Mensch die Dekubitusprophylaxe ablehnt?
Ein Mensch darf einzelne Maßnahmen der Dekubitusprophylaxe ablehnen. Einschätzung, Information und gemeinsame Entscheidung bleiben trotzdem deine Aufgabe.