Mundpflege bei Sterbenden (Xerostomie)

Vakada çalışLydia Schmidt, 86 — Die letzten Tage
Bakım bilgisi

Mundtrockenheit

Herr K. atmet durch den offenen Mund. Seine Lippen sind rissig. „Er hat früher so gern Weißbier getrunken“, sagt seine Frau.

Sterbende atmen oft durch den Mund. Die Schleimhäute trocknen dann schnell aus. Auch Erkrankungen und Therapien wie eine Chemotherapie können die Mundschleimhaut verändern. Viele Kranke haben schon lange vorher einen trockenen Mund (Xerostomie), z. B. durch eine Dehydratation oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Ein trockener, borkiger Mund kann die Lebensqualität sehr stark beeinträchtigen. Oft wird er als ständiges Durstgefühl empfunden. Es können Borken, schmerzhafte Risse und Ulzerationen, Geruch und Geschmacksveränderungen entstehen. Bei immungeschwächten Menschen kann sich eine Infektion wie Mundsoor entwickeln.

Am Lebensende hat die Mundpflege veränderte Ziele. Die Mundhygiene steht nicht mehr im Vordergrund. Ein dauerhaft feuchter Mund sollte das pflegerische Ziel sein. Dazu kommen eine intakte Mundschleimhaut und vor allem das Wohlbefinden. Bei belastender Mundtrockenheit sollten Mundschleimhaut und Lippen regelmäßig befeuchtet werden, angepasst an das Bedürfnis des Sterbenden. Dafür sollten Mittel verwendet werden, die seinen Gewohnheiten und Vorlieben entsprechen.

So gehst du vor:

  • Gefrorene Ananas- oder Obststücke zum Lutschen regen den Speichelfluss an. Jede Flüssigkeit, die der Mensch gern mag, eignet sich als kleiner Eiswürfel zum Lutschen oder zum Auswischen des Mundes, z. B. Bier, Saft oder Sekt.
  • Das Gefühl der Mundtrockenheit können Bonbons oder Kaugummis lindern.
  • Mit einer Pipette lässt sich die Flüssigkeit gut dosieren. Gib jeweils nur so viel, dass sich der Mensch nicht verschluckt. Bei Schluckstörungen arbeitest du nur vorsichtig mit kleinen Mengen.
  • Borken und Beläge lassen sich abtragen, wenn du den Mund mit fettenden oder feuchten Lebensmitteln auswischst, die er mag. Dafür nimmst du Watteträger, Kompressen oder Mundpflegestäbchen aus Schaumstoff.
  • Bei schmerzhaftem Zahnfleisch empfehlen sich weichere Kinderzahnbürsten und mildere Kinderzahnpasta.
  • Eine Lippenpflege, behutsam und als erste Berührung, kann helfen, dass ein bewusstloser Mensch seinen Mund bereitwilliger öffnen lässt.
  • Häufig zu befeuchten, z. B. halbstündlich, kann für eine dauerhafte Linderung notwendig sein. Angehörige können das nach einer Anleitung übernehmen. Viele sind froh, dass sie so helfen können.

Ungeeignet sind Zitronenstäbchen mit Glycerin oder Tees mit Gerbstoffen. Sie trocknen die Mundschleimhaut zusätzlich aus. Hat der Mensch bereits eine Mykose, wäre eine zuckerhaltige Flüssigkeit wie Cola normalerweise ungeeignet. In der palliativen Situation ordnet sich die Behandlung der Mykose aber der Lebensqualität unter.

Sprühflasche

Ist der Mensch in seinem Bewusstsein eingeschränkt, verwendest du wegen der Aspirationsgefahr keine Sprühflasche.

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Am Lebensende ist das Ziel der Mundpflege ein feuchter Mund und Wohlbefinden, nicht Mundhygiene. Du befeuchtest regelmäßig mit dem, was der Mensch mag. Bei eingeschränktem Bewusstsein verwendest du keine Sprühflasche.

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Welche Mittel eignen sich nicht für die Mundpflege bei Mundtrockenheit?

Mittel, die die Mundschleimhaut zusätzlich austrocknen: Zitronenstäbchen mit Glycerin; Tees mit Gerbstoffen

Was ist das Ziel der Mundpflege bei einem sterbenden Menschen?

Am Lebensende ist das Ziel der Mundpflege ein feuchter Mund und Wohlbefinden, nicht Mundhygiene. Du befeuchtest regelmäßig mit dem, was der Mensch mag. Bei eingeschränktem Bewusstsein verwendest du keine Sprühflasche.

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