Pflegediagnose formulieren: PÄS(R) und PESR

Vakada çalışHerr Brandt — das Problem: PÄSR und Ressourcen
Bakım bilgisi

Das Pflegeproblem nach PÄSR

„Herr B. klingelt alle zwanzig Minuten“, seufzt eine Kollegin bei der Übergabe. Ist das sein Pflegeproblem oder ihres?

Eine Pflegediagnose (früher: Pflegeproblem) beschreibst du mit dem PÄS(R)-Schema. Es heißt auch PESR-Schema, mit E für Einflussfaktoren. Die Bestandteile sind international definiert. Das gilt, egal ob du mit einer Pflegeklassifikation arbeitest oder mit eigenen Worten formulierst:

  • P = Pflegeproblem: eine aktuelle Beeinträchtigung der Person oder eine potenzielle Beeinträchtigung, also ein Risiko. Es hängt mit dem Gesundheitszustand oder der Behandlung zusammen. Die Person kann es nicht eigenständig bewältigen. Es schränkt ihre Unabhängigkeit ein.
  • Ä = Ätiologie: die ursächlichen oder beeinflussenden Faktoren. Sie verursachen das Problem oder halten es aufrecht. Beispiele: Krankheiten, Zustände wie eine Bewegungseinschränkung, Wissensdefizite, Motive wie Angst oder Schamgefühl, Gewohnheiten.
  • S = Symptome: wahrnehmbare Indikatoren, Merkmale und Äußerungen der Person. Sie bestätigen die Pflegediagnose. Dazu zählen auch verbale Äußerungen zum Problem und Risikofaktoren.
  • R = Ressourcen: Fähigkeiten oder Verhaltensweisen der Person und Faktoren in ihrem sozialen Umfeld. Sie helfen, das Problem zu bewältigen.

Formuliere Pflegediagnosen so kurz und präzise wie möglich. Ein festes Schema wie PÄS(R) hilft dabei.

Wer hat das Problem?

Ein Pflegeproblem gehört immer dem Betroffenen. Was Pflegefachpersonen mit einem pflegebedürftigen Menschen für ein Problem haben, ist kein Pflegeproblem. „Herr D. klingelt alle paar Minuten“ ist ein Problem der Pflegefachperson: Sie hat deswegen viel Arbeit. Bei der Planung geht es aber um Herrn D. Hat er vielleicht Schmerzen? Langeweile? Gesprächsbedarf? Sein Problem könnte lauten: Herr D. hat einen hohen Gesprächsbedarf, weil er ein traumatisches Ereignis erlebt hat. Du erkennst das daran, dass er häufig Kontakt zum Pflegepersonal aufnimmt.

Pratik kural

PÄSR (PESR) hat vier Teile:P: PflegeproblemÄ: Ätiologie (Einflussfaktoren)S: SymptomeR: RessourcenDas Problem gehört immer dem Betroffenen, nie der Pflegefachperson.

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Eine Kollegin sagt: „Herr D. klingelt alle paar Minuten, das ist sein Problem.“ Was stimmt daran nicht, und wie formulierst du es nach PÄSR?

Das Klingeln ist das Problem der Pflegefachperson, nicht des Patienten. Ein Pflegeproblem gehört immer dem Betroffenen. Nach PÄSR: P: Herr D. hat einen hohen Gesprächsbedarf.; Ä: Er hat ein traumatisches Ereignis erlebt.; S: Er nimmt häufig Kontakt zum Pflegepersonal auf.; R: Seine Sorgen und Ängste kann er verbalisieren, und er sucht von sich aus Kontakt.

Wofür stehen die vier Buchstaben im PÄSR-Schema? Und wessen Problem beschreibt ein Pflegeproblem?

PÄSR (PESR) hat vier Teile: P: Pflegeproblem; Ä: Ätiologie (Einflussfaktoren); S: Symptome; R: Ressourcen Das Problem gehört immer dem Betroffenen, nie der Pflegefachperson.

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