Puls messen am Handgelenk
Vakada çalışHerr Al-Khatib, 47 — die AufnahmePuls messen
Wenn sich das Herz in der Systole zusammenzieht, pumpt es ruckartig Blut in die Aorta. Dabei entsteht eine Pulswelle. Sie treibt das Blut in die peripheren Gefäße. An oberflächlichen Arterien kannst du sie als Puls tasten. Der Puls gibt dir also Auskunft über die Herzfrequenz.
Am Puls beobachtest du drei Kriterien:
- Pulsfrequenz: die Zahl der Pulswellen, die du pro Minute tastest
- Pulsrhythmus: die Abstände zwischen den Pulswellen. Sind sie gleich lang, ist der Puls rhythmisch (regelmäßig). Sind sie unterschiedlich lang, ist er arrhythmisch (unregelmäßig).
- Pulsqualität: wie hart die Pulswellen sind, wie schnell sie ansteigen und wie hoch ihre Amplitude ist. In der Praxis spielt sie eine untergeordnete Rolle, weil sie sich oft nicht eindeutig beurteilen lässt.
Den Puls misst du zum Beispiel bei der Aufnahme auf Station: So hast du einen Ausgangswert. Außerdem in der Überwachung nach einer Operation, wenn andere Werte wie Blutdruck oder Temperatur auffällig sind, wenn sich der Allgemeinzustand verschlechtert und im Notfall, etwa bei einem Schock.
So misst du am Handgelenk: Der Mensch legt seinen Arm bequem ab. Mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger tastest du an der Daumenseite seines Unterarms, nahe am Handgelenk. Ist der Puls regelmäßig, zählst du 15 Sekunden und nimmst die Zahl mal 4. So erhältst du die Schläge pro Minute. Ist der Puls unregelmäßig, solltest du eine volle Minute auszählen. Das gilt auch, wenn der Mensch neu auf Station aufgenommen wird.
Am häufigsten misst du den Radialispuls am Handgelenk. Dort findest du den Puls meist leicht, auch wenn der Mensch angezogen ist. Und die Messung kann dort keinen Schaden anrichten. Den Puls kannst du aber an jeder Arterie tasten, die nahe an der Körperoberfläche verläuft und sich gegen festes Gewebe drücken lässt.
Am Hals drückst du nicht lange auf die Halsschlagader (A. carotis communis). Das kann die Durchblutung des Gehirns verschlechtern, besonders wenn die Halsarterien schon geschädigt sind. Der Druck kann außerdem den Nervus vagus reizen. Dann verlangsamt sich die Herzfrequenz, bis hin zu Schwindel und Bewusstseinsstörung. Bei Säuglingen eignet sich vor allem die Oberarmarterie (A. brachialis).
Die Messung kann aus diesen Gründen falsch ausfallen:
- Du tastest mit dem Daumen. Er hat einen Eigenpuls, den du mit dem Puls des Menschen verwechseln kannst.
- Du drückst zu leicht auf das Gefäß und fühlst die Schläge nicht.
- Du drückst zu stark und drückst die Schläge ab.
- Eine Gefäßverengung verändert den Puls auf einer Seite.
- Der Mensch hat sich gerade körperlich angestrengt. Dann ist der Wert eine Momentaufnahme und eventuell zu hoch.
Ist der Puls regelmäßig, zählst du 15 Sekunden und nimmst die Zahl mal 4. Ist er unregelmäßig oder wird der Mensch neu aufgenommen, solltest du eine volle Minute auszählen. Du tastest mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger, nicht mit dem Daumen.
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Du sollst bei einer Neuaufnahme den Puls messen. Wie gehst du vor?
Messort meist das Handgelenk (A. radialis); Zeige-, Mittel- und Ringfinger an der Daumenseite des Unterarms, nicht der Daumen: Er hat einen Eigenpuls; bei der Aufnahme und bei unregelmäßigem Puls eine volle Minute zählen, sonst 15 Sekunden mal 4; Frequenz, Rhythmus und Qualität beobachten
Wie lange zählst du den Puls, und warum tastest du nicht mit dem Daumen?
Ist der Puls regelmäßig, zählst du 15 Sekunden und nimmst die Zahl mal 4. Ist er unregelmäßig oder wird der Mensch neu aufgenommen, solltest du eine volle Minute auszählen. Du tastest mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger, nicht mit dem Daumen.