Nicht medikamentöse Maßnahmen bei Schmerzen
تدرّب على الحالةHerr Al-Khatib, 47 — „Nein, alles gut“Nicht medikamentöse Schmerztherapie
Nicht medikamentöse Maßnahmen ergänzen die medikamentöse Therapie auf wichtige Weise. Unverzichtbar sind sie bei chronischen Schmerzen, bei akuten wirken sie oft unterstützend. Auf die Schmerzstärke wirken sie nur zum Teil direkt. Viele Menschen fühlen sich durch sie aber insgesamt besser. Auch ihre Selbstwirksamkeit kann dadurch maßgeblich steigen.
Kann ein Mensch (noch) kein Schmerzmittel bekommen oder will er keins, können bei akuten Schmerzen diese Maßnahmen helfen:
- ihn ernst nehmen
- ihm helfen, eine entlastende, angenehme Position einzunehmen
- ggf. Gegendruck anbieten oder ihn selbst ausüben lassen, zum Beispiel leicht auf den OP-Bereich, wenn er nach einer Bauch-OP hustet
- ihn beruhigen und ihm, so gut es geht, die Angst nehmen
- ihn ablenken
- ggf. Kälte- oder Wärmeanwendungen anbieten
- ihn möglichst nicht allein lassen, solange der Schmerz akut ist
Weitere Möglichkeiten sind Aromapflege, Wickel und Auflagen, Meditation, Atemübungen und Maßnahmen der Basalen Stimulation (zum Beispiel eine beruhigende Körperwaschung oder die atemstimulierende Einreibung, ASE). Schmerzlindernd wirken können auch Druckreduktion, Bewegung, genug Schlaf und eine ruhige Umgebung.
Viele Menschen haben eigene Erfahrungen mit Hausmitteln wie kalten Auflagen oder Wärmflaschen. Bei der Auswahl berücksichtigst du sie. Vorlieben und Abneigungen klärst du vorher in einer Anamnese. Mit der Ärztin sprichst du die Maßnahmen ab, damit Kontraindikationen ausgeschlossen sind. Während der Anwendung beobachtest du den Menschen genau. Empfindet er sie als unangenehm, brichst du sie sofort ab.
Wirken Entspannung oder Ablenkung, heißt das nicht, dass die Schmerzen weniger schwer wiegen. Eine medikamentöse Therapie können ergänzende Maßnahmen nicht ersetzen.
Nicht medikamentöse Maßnahmen ergänzen die Schmerzmittel, ersetzen sie aber nicht. Du klärst vorher Vorlieben, sprichst die Maßnahme mit der Ärztin ab und brichst sie ab, sobald sie unangenehm ist.
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Welche nicht medikamentösen Maßnahmen helfen bei akuten Schmerzen?
ernst nehmen; entlastende Position anbieten; ggf. Gegendruck; beruhigen, Angst nehmen; ablenken; ggf. Wärme oder Kälte; möglichst nicht allein lassen
Was tust du bei akuten Schmerzen, wenn noch kein Schmerzmittel gegeben werden kann?
Nicht medikamentöse Maßnahmen ergänzen die Schmerzmittel, ersetzen sie aber nicht. Du klärst vorher Vorlieben, sprichst die Maßnahme mit der Ärztin ab und brichst sie ab, sobald sie unangenehm ist.