Die Phasen des Fiebers
تدرّب على الحالةHerr Al-Khatib — Schüttelfrost am zweiten TagFieberphasen
Fieber ist eine Erhöhung der Körperkerntemperatur auf über 38 °C. Anders als bei einer Überhitzung ist nicht die Wärmeabgabe zu gering. Der Sollwert im Wärmeregulationszentrum ist höher gestellt. Auslöser sind zum Beispiel
- Infektionen oder große Verletzungen,
- bestimmte toxische Stoffe,
- Tumoren,
- Schädigungen des zentralen Nervensystems,
- ausgeprägter Flüssigkeitsmangel (Durstfieber). Vor allem bei Säuglingen fehlt dann Wasser zum Schwitzen, der Körper überhitzt. Genau genommen ist das kein Fieber, sondern eine Überhitzung.
Fieber regt das Immunsystem an und dämpft das Wachstum von Krankheitserregern. Es schützt also, es ist aber auch ein Warnsignal und kann selbst zu Komplikationen führen. Der Körper braucht umso mehr Energie und Sauerstoff, je höher die Temperatur ist. Tritt Fieber neu auf oder steigt es stark an, informierst du deshalb immer eine Ärztin oder einen Arzt.
Die Pflege hat drei Ziele: Ursachen erkennen, Komplikationen vermeiden, Wohlbefinden fördern. Die passende Maßnahme hängt von der Fieberphase ab. Wie lange eine Phase dauert, ist verschieden, und Phasen können mehrmals durchlaufen werden. Weil die Phase manchmal schwer zu erkennen ist, solltest du die Temperatur engmaschig kontrollieren und auf die Haut und auf das Wärmeempfinden des Menschen achten. In jeder Phase gilt: Fieber strengt an. Gönn dem Menschen Ruhe.
- Fieberanstieg
Der Mensch friert, die Extremitäten sind meist kühl, die Haut ist kühl und blass. Muskelzittern, Zähneklappern und Schüttelfrost bilden Wärme. Du unterstützt das Erreichen der höheren Temperatur: warme Kleidung oder Decke, die Zimmertemperatur eher höher. Angewärmte Kalt-warm-Kompressen können bei Muskelzittern und Schüttelfrost helfen. Zittert er nicht zu sehr, kannst du warme Getränke anbieten. Wegen der Verbrennungsgefahr verzichten viele Krankenhäuser inzwischen auf Wärmflaschen. Bei unklarem Fieber eignet sich diese Phase zur Abnahme von Blut- oder Urinkulturen.
- Fieberhöhe
Der Sollwert ist erreicht. Die Haut ist warm bis heiß und gerötet, dem Menschen ist jetzt warm. Du vermeidest einen Hitzestau. Zugedeckt sollte der Mensch nur leicht sein. Puls- und Atemfrequenz steigen, die Belastungsgrenze sinkt: Er braucht Ruhe und eventuell Unterstützung, zum Beispiel bei der Körperpflege. Fehlt Flüssigkeit, kann der Puls noch weiter steigen, weil der Blutdruck sinkt, bis zum Kreislaufkollaps. Er sollte deshalb viel trinken, und Puls und Blutdruck solltest du engmaschig überwachen. Oft kommen Kopf- oder Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit dazu.
- Fieberabfall
Der Mensch beginnt zu schwitzen. Verdunstender Schweiß entzieht der Haut Wärme, das gelingt aber nur mit genug Flüssigkeit. Eine Exsikkose (Austrocknung) droht bei Fieber immer. Du sorgst deshalb vor allem für viel Flüssigkeit. Bei Herz- oder Nierenschwäche gilt die ärztliche Anordnung, weil zu viel Flüssigkeit Ödeme verursacht. Die Hautdurchblutung steigt stark, der Blutdruck sinkt: Du kontrollierst die Vitalparameter engmaschig. Nasse Wäsche solltest du früh wechseln, damit er nicht friert und das Fieber nicht erneut steigt.
Ein langsamer Fieberabfall über mehrere Tage heißt Lysis. Sinkt das Fieber innerhalb weniger Stunden, ist das eine Krisis.
Fällt das Fieber stark und schnell, kann das sehr gefährlich werden. Zeichen sind kleinperliger, kalter Schweiß, erhöhte Pulsfrequenz, starker Blutdruckabfall und starker Temperaturabfall. Dann informierst du einen Arzt, lässt den Menschen möglichst nicht allein und kontrollierst engmaschig die Vitalparameter. Du beendest fiebersenkende Maßnahmen, achtest auf genug Flüssigkeit und lagerst die Beine hoch, wenn der Blutdruck zu niedrig ist. Verschwitzte Kleidung wechselst du möglichst sofort.
Im Fieberanstieg wärmst du, in der Fieberhöhe solltest du leicht zudecken, und der Mensch sollte viel trinken; im Fieberabfall solltest du für Flüssigkeit sorgen und nasse Wäsche wechseln. Bei einer Krisis informierst du den Arzt und bleibst möglichst beim Menschen.
اختبر نفسك
Herr K. friert, zittert und hat kühle, blasse Haut. In welcher Fieberphase ist er, und was tust du?
Fieberanstieg; das Erreichen der höheren Temperatur unterstützen: warme Kleidung oder Decke, Zimmertemperatur eher höher; warme Getränke, wenn er nicht zu sehr zittert; keine kühlenden Maßnahmen
Was tust du in den drei Fieberphasen, und woran erkennst du eine Krisis?
Im Fieberanstieg wärmst du, in der Fieberhöhe solltest du leicht zudecken, und der Mensch sollte viel trinken; im Fieberabfall solltest du für Flüssigkeit sorgen und nasse Wäsche wechseln. Bei einer Krisis informierst du den Arzt und bleibst möglichst beim Menschen.