Demenz, Delir oder Depression: Abgrenzung
Im Fall übenFrau Hartmann, 81 — seit gestern Abend andersAbgrenzung Depression – Demenz – Delir
Eine Demenz kann mit einem Delir oder einer Depression verwechselt werden, weil die Symptome zum Teil ähnlich sind. Gerade im höheren Alter kann ein Delir für eine Demenz gehalten werden. Bei geriatrischen Patienten im Krankenhaus ist ein Delir keine Seltenheit. Um sie zu unterscheiden, werden die möglichen Ursachen der Beschwerden abgeklärt.
Eine Altersdepression ist von einer Demenz manchmal schwer zu unterscheiden. Sie heißt deshalb auch Pseudodemenz. Typisch für sie sind:
- ein schneller, erkennbarer Beginn
- eine konstant depressive Stimmung
- es überwiegen „Weiß-nicht-Antworten“
- Klagen über Beschwerden, zum Beispiel Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Schmerzen
- der Mensch ist voll orientiert, die kognitiven Fähigkeiten bleiben konstant
Bei einer Altersdepression ist die Suizidgefahr hoch. Deshalb sind die genaue Diagnostik und deine Krankenbeobachtung so wichtig.
Eine Demenz beginnt schleichend, ein Delir abrupt. Beim Delir ist das Bewusstsein getrübt, und Verhalten und Stimmung wechseln von einer Minute zur nächsten.
Teste dich selbst
Frau M. war gestern noch klar, seit heute Nacht ist sie unruhig und desorientiert. Woran denkst du zuerst?
an ein Delir: abrupter Beginn; das Bewusstsein ist getrübt; Verhalten und Stimmung wechseln von einer Minute zur nächsten; die Ursachen müssen abgeklärt werden
Woran unterscheidest du ein Delir von einer Demenz?
Eine Demenz beginnt schleichend, ein Delir abrupt. Beim Delir ist das Bewusstsein getrübt, und Verhalten und Stimmung wechseln von einer Minute zur nächsten.