Schulung und Selbstmanagement bei Herzinsuffizienz
Im Fall übenFrau Schmidt — ich brauche nicht vielSchulung und Selbstmanagement
Menschen mit Herzinsuffizienz sollen nach der Diagnose und wiederholt im Krankheitsverlauf strukturierte Schulungen empfohlen und vermittelt werden. Schulungen, die einmalig und nur in der Klinik stattfinden, scheinen keine nachhaltigen Effekte zu bringen. Positive, wenn auch kleine Effekte hatte dagegen eine langfristige ambulante Nachsorge mit regelmäßigen Kontakten, etwa am Telefon oder bei Hausbesuchen, und wiederholten Schulungen, zum Beispiel durch spezialisierte Pflegefachkräfte.
Wichtige Inhalte einer Schulung:
- Selbstmanagement: Gewicht, Puls und Blutdruck regelmäßig kontrollieren und dokumentieren; wichtige Symptome selbst beobachten; Warnzeichen kennen, bei denen ein Arzt kontaktiert werden sollte
- Wissen über die Erkrankung: Ursachen, Symptome, typischer Verlauf, Behandlungsmöglichkeiten
- Lebensstil: regelmäßige körperliche Aktivität im Alltag, Salz und Flüssigkeit, Rauchverzicht, Alkohol
- Medikamente: Ziele, Nebenwirkungen, Bedeutung der Therapietreue, Impfempfehlungen
Alle Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz sollen nach der Diagnose und wiederholt im Verlauf zur aktiven Mitwirkung motiviert werden, wenn sie einverstanden sind, auch ihre Angehörigen. Die Einbeziehung der Angehörigen aktiv anzusprechen, ist sinnvoll: Die Betroffenen fragen erfahrungsgemäß oft nicht selbst danach. Bei Information und Schulung sollen kognitive Einschränkungen und möglicherweise vorliegende psychische Probleme berücksichtigt werden. Bei Bedarf sollen auch die Angehörigen einbezogen werden.
Bei Menschen mit Symptomen soll geprüft werden, ob sie anhand ihres Gewichtsprotokolls ihre Diuretikadosis selbstständig anpassen können. Mit Menschen, die das können, können individuelle Grenzwerte festgelegt werden. Die Leitliniengruppe spricht sich dafür aus, sie entsprechend zu schulen und so in ihrer Autonomie gestärkt.
Schulung gehört wiederholt dazu, nicht nur einmal in der Klinik. Der Mensch lernt, Gewicht, Puls und Blutdruck zu kontrollieren und zu dokumentieren, Warnzeichen zu erkennen und seine Medikamente zu verstehen. Die Einbeziehung von Angehörigen aktiv anzusprechen, ist sinnvoll.
Teste dich selbst
„Woran merke ich, dass es schlimmer wird?“, fragt eine Angehörige vor der Entlassung. Was gehört in die Schulung?
Gewicht, Puls und Blutdruck regelmäßig kontrollieren und dokumentieren; Symptome beobachten, Warnzeichen kennen, wann der Arzt kontaktiert werden sollte; Wissen über die Erkrankung, Lebensstil, Medikamente und Therapietreue; die Einbeziehung von Angehörigen aktiv ansprechen; kognitive Einschränkungen berücksichtigen; wiederholt schulen: einmalige Schulungen nur in der Klinik scheinen nicht nachhaltig
Was soll ein Mensch mit Herzinsuffizienz in einer Schulung lernen, und warum reicht eine einmalige Schulung in der Klinik nicht?
Schulung gehört wiederholt dazu, nicht nur einmal in der Klinik. Der Mensch lernt, Gewicht, Puls und Blutdruck zu kontrollieren und zu dokumentieren, Warnzeichen zu erkennen und seine Medikamente zu verstehen. Die Einbeziehung von Angehörigen aktiv anzusprechen, ist sinnvoll.