Würde und Initialberührung bei der Körperpflege
Im Fall übenFrau Goldberg — der Morgen im betreuten Wohnen: Gewohnheiten, Würde, Ohren, Waschbecken, HautWürde und Initialberührung
Sich nicht selbst waschen können, von anderen abhängig sein — das kann das Selbstwertgefühl treffen und Hilflosigkeit auslösen. Der Mensch hat ein Recht auf Selbstbestimmung. Deine Aufgabe ist, seine Selbstständigkeit und sein Selbstvertrauen zu erhalten und zu fördern.
- Vor jeder Maßnahme holst du das Einverständnis ein.
- Du sagst an, welche Körperstelle du berührst, und erklärst dein Vorgehen. Dabei nutzt du die korrekten Begriffe — zum Beispiel Vulva bei der Intimpflege.
- Du schließt Türen, Vorhänge oder Jalousien, damit niemand von außen hineinsehen kann.
- Wenn möglich, übernimmt eine gleichgeschlechtliche Pflegefachperson die Körperpflege.
Kann sich jemand nicht mehr zu seinen Wünschen äußern, kündigst du jede Körperstelle zuerst mit einer Berührung an — zum Beispiel führst du seine eigene Hand zum Gesicht, bevor der Waschlappen kommt. Das ist die Initialberührung.
Kann sich jemand nicht mehr äußern, kündigst du jede Berührung zuerst mit der Hand an — die Initialberührung —, bevor der Waschlappen kommt.
Teste dich selbst
Was ist eine Initialberührung, und wann setzt du sie ein?
Bei Menschen, die sich nicht mehr zu ihren Wünschen äußern können: Jede Körperstelle wird zuerst mit einer Berührung angekündigt — etwa die eigene Hand des Menschen zum Gesicht führen, bevor der Waschlappen kommt. Grundlage ist das Recht auf Selbstbestimmung: Einverständnis vor jeder Maßnahme, Körperstellen ansagen, korrekte Begriffe nutzen, Sichtschutz schließen, wenn möglich gleichgeschlechtliche Pflegefachperson.
Wie beginnst du die Körperpflege bei jemandem, der sich nicht äußern kann?
Kann sich jemand nicht mehr äußern, kündigst du jede Berührung zuerst mit der Hand an — die Initialberührung —, bevor der Waschlappen kommt.