Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD)
Im Fall übenFrau Hartmann — Vorlage, Haut und ihr Wille: Hilfsmittel, IAD, Selbstbestimmung, EvaluationHaut unter der Vorlage
Das hat einen Namen: Inkontinenz-assoziierte Dermatitis, kurz IAD. Das ist eine Entzündung der Haut, die durch längeren Kontakt mit Urin oder Stuhl entsteht. Die Haut wird gereizt und weicht auf, durch die Feuchtigkeit und durch die Zersetzungsprodukte von Urin und Stuhl. Den Säureschutz der Haut zerstört das Ammoniak, weil es alkalisch ist. Drei Dinge fördern das:
- Wärme unter einer geschlossenen Versorgung
- häufiges Waschen
- schlecht sitzende Kleidung
Genau deshalb gehört die Hautbeobachtung zu jedem Wechsel. Wichtig ist der Zusammenhang dahinter: Intertrigo, also die Entzündung in Hautfalten durch Reibung und Feuchtigkeit, ist oft mit einer IAD verbunden. Die IAD wiederum ist mit einem Dekubitus verbunden. Die Maßnahmen zur Hautpflege lassen sich deshalb oft nicht voneinander abgrenzen. Was du siehst, meldest und dokumentierst du, statt nur die Vorlage zu wechseln.
Nasse Haut ist keine Nebensache. Feuchtigkeit weicht die Haut auf, und daraus kann eine IAD werden.
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Herr Kowalski hat eine flächige Rötung genau dort, wo die Inkontinenzvorlage auflag. Was ist das?
Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD): Entzündung der Haut durch längeren Kontakt mit Urin oder Stuhl. Sie ist oft mit Intertrigo (Entzündung in Hautfalten durch Reibung und Feuchtigkeit) verbunden, die IAD wiederum mit einem Dekubitus. Die Hautpflegemaßnahmen lassen sich deshalb oft nicht abgrenzen. Pflege: tupfen statt reiben, klares lauwarmes Wasser oder pH-hautneutrale Produkte, trocken tupfen, Hautmittel nur ausnahmsweise dünn. Bei Pilzbefall (Candida albicans) weißliche Beläge in den Falten, bei Säuglingen Windelsoor.
Herr Kowalski hat eine flächige Rötung dort, wo die Vorlage auflag. Wie heißt das und was folgt daraus?
Nasse Haut ist keine Nebensache. Feuchtigkeit weicht die Haut auf, und daraus kann eine IAD werden.