Angehörige Sterbender begleiten

Vakada çalışLydia Schmidt, 86 — Die letzten Tage
Bakım bilgisi

Angehörige begleiten

Frau K. sitzt seit drei Nächten am Bett ihres Mannes. „Wenn ich gehe und er stirbt, verzeihe ich mir das nie“, sagt sie.

Eine infauste Prognose erschüttert auch die Bezugspersonen. Ist klar, dass keine kurative Behandlung mehr möglich ist, fallen die Bezugspersonen oft auch „in ein tiefes Loch“. Sie leiden unter dem drohenden Verlust und müssen beginnen, Abschied zu nehmen. Setzt der Sterbeprozess ein, möchten sie bestmöglich beistehen, wissen aber oft nicht, wie. Wenn es gelingt, sie dabei zu unterstützen, kann ihnen das Gefühl, geholfen zu haben, später ein großer Trost sein.

So unterstützt du Angehörige:

  • Information: Hat das Team den Menschen als sterbend eingeschätzt, erfahren die Zugehörigen möglichst zeitnah, dass der Sterbeprozess begonnen hat. Hilfreich ist, vorher zu klären, wer wann informiert werden soll und will. Erkläre ihnen die körperlichen Veränderungen, die zum normalen Sterbeprozess gehören.
  • Praktische Hilfe: Die reguläre Besuchszeit kann für sie aufgehoben werden. Übernachtungs- und Rückzugsmöglichkeiten, Speisen und Getränke können angeboten werden.
  • Handlungsfähig machen: Viele fühlen sich hilflos, wenn sie nur zusehen können. Stimm die passende Pflege mit ihnen ab und bezieh sie ein, z. B. mit Anleitung bei der Mundpflege, bei Ausstreichungen oder Hand- und Fußmassagen. Dabei berücksichtigst du ihre Fähigkeiten und ihre Belastbarkeit.
  • Beistand: Viel von der psychosozialen Arbeit tragen oft Pflegende, indem sie empathisch das Gespräch suchen, auch ganz ungeplant während der Pflege. Auf Wunsch kann ein Seelsorger dazukommen.
  • Ruhe: Ein Sterbeprozess kann sich über viele Tage hinziehen. Manche trauen sich nicht, vom Bett zu gehen. Sorge dafür, dass sie zumindest ausreichend Ruhephasen bekommen.

Eine Begleitung durch die Zugehörigen ist kein Muss. Manche Menschen wollen in der Sterbephase niemanden um sich haben. Nicht allein sterben heißt deshalb nicht, dass immer jemand im Zimmer ist. Es heißt, dass dem Sterbenden ständig Hilfe angeboten wird.

Eltern sterbender Kinder beziehst du behutsam in die Pflege ein, z. B. bei der Mundpflege. So können sie weiter für ihr Kind sorgen, und die Nähe bleibt erhalten. Achte auf ihre Bedürfnisse, damit sie nicht überfordert werden. Kinder als Angehörige merken früh, dass jemand stirbt. Sie sind mitbetroffen. Eltern sollten sie einbeziehen und offen und ehrlich mit ihnen reden. Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste können Kinder und Eltern unterstützen.

Für später

Eine gut begleitete Sterbephase miterlebt zu haben, kann den Zugehörigen in der späteren Trauer eine große Unterstützung sein.

Pratik kural

Angehörige informierst du früh und erklärst ihnen, was im Sterben normal ist. Du beziehst sie in die Pflege ein, soweit sie es können und wollen, und sorgst dafür, dass sie selbst Ruhe bekommen.

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Was heißt „nicht allein sterben“?

Es muss nicht ständig jemand anwesend sein. Wichtig ist, dass dem Sterbenden jederzeit Hilfe angeboten wird.

Wie machst du Angehörige am Sterbebett handlungsfähig?

Angehörige informierst du früh und erklärst ihnen, was im Sterben normal ist. Du beziehst sie in die Pflege ein, soweit sie es können und wollen, und sorgst dafür, dass sie selbst Ruhe bekommen.

Vakada çalışLydia Schmidt, 86 — Die letzten Tage