Labor bei Rheuma: was es sagt und was nicht

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Laborwerte

Frau A. hat ihren Laborzettel in der Hand: „CRP erhöht, Rheumafaktor positiv. Dann ist es also sicher Rheuma?“

Nein. Kein Laborwert beweist eine rheumatoide Arthritis allein.

Die Entzündungswerte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und C-reaktives Protein (CRP) sind unspezifisch: Sie steigen bei jeder Entzündung, auch bei einem Infekt. Und umgekehrt schließen normale Werte eine RA nicht aus. Zu Beginn der Erkrankung hat ein Teil der Patienten keine serologischen Entzündungszeichen.

Der Rheumafaktor (RF) gehört zu den Autoantikörpern: Antikörper, die sich gegen körpereigene Strukturen richten. Nachweisbar ist er bei etwa 65 bis 80 Prozent der Erkrankten. Er findet sich aber ebenso bei anderen rheumatischen Erkrankungen. Und bei bis zu fünf Prozent Gesunder.

Aussagekräftiger sind die Antikörper gegen citrullinierte Peptide (ACPA, meist als CCP-Antikörper bestimmt): Sie sind zu über 95 Prozent spezifisch für die RA und können der Erkrankung Jahre vorausgehen. Bei früher RA weisen sie zudem auf einen schwereren, gelenkzerstörenden Verlauf hin.

Für dich praktisch: Vor Therapiebeginn und im Verlauf werden Leber- und Nierenwerte bestimmt, weil sie über die Medikamentenwahl mitentscheiden. Vor einer geplanten Gelenkpunktion gehört der Gerinnungsstatus dazu.

Pratik kural

BSG und CRP zeigen nur, dass eine Entzündung läuft, nicht welche. Der Rheumafaktor kommt auch bei Gesunden vor. Erst die ACPA sind mit über 95 Prozent spezifisch für die rheumatoide Arthritis.

Kendini test et

Eine Patientin fragt, ob der positive Rheumafaktor die Diagnose beweist. Was antwortest du?

Nein.: BSG und CRP sind unspezifische Entzündungszeichen (steigen auch bei Infekten). Normale Werte schließen eine RA nicht aus.; Der Rheumafaktor ist bei 65–80 % der Erkrankten nachweisbar, daneben bei bis zu 5 % Gesunder und bei weiteren rheumatischen Erkrankungen.; Am spezifischsten sind die Antikörper gegen citrullinierte Peptide (ACPA/CCP-Antikörper): über 95 % spezifisch. Sie können der Erkrankung Jahre vorausgehen und weisen bei früher RA auf einen erosiv-destruierenden Verlauf hin. Praktisch: Leber- und Nierenwerte vor Therapie, Gerinnungsstatus vor Gelenkpunktion.

Welcher Antikörper ist für die rheumatoide Arthritis am spezifischsten, und warum beweist ein positiver Rheumafaktor nichts?

BSG und CRP zeigen nur, dass eine Entzündung läuft, nicht welche. Der Rheumafaktor kommt auch bei Gesunden vor. Erst die ACPA sind mit über 95 Prozent spezifisch für die rheumatoide Arthritis.

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