NSAR bei Rheuma
تدرّب على الحالةFrau Albrecht — die VisiteNSAR
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) hemmen das Enzym Zyklooxygenase (COX). Dadurch sinkt die Prostaglandinbildung: Sie wirken schmerzlindernd (analgetisch), fiebersenkend (antipyretisch) und entzündungshemmend (antiphlogistisch). Am häufigsten eingesetzt werden Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen.
Wichtig für das Verständnis: NSAR wirken rasch. Auf den Verlauf der Gelenkzerstörung haben sie jedoch keinen Einfluss. Ausgenommen sind die Spondylarthritiden wie Morbus Bechterew. Sie ersetzen also keine DMARD-Therapie.
Die Nebenwirkungen sind ernst. Am häufigsten sind Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu blutenden Magen-Darm-Geschwüren. Sie hängen von Dosis und Dauer ab, werden durch gleichzeitige Glukokortikoide begünstigt und oft erst spät bemerkt, weil das NSAR den Schmerz ja dämpft. Bei Risikofaktoren wird ein Protonenpumpenhemmer dazugegeben. Zäpfchen sind kein Ausweg: Die magenschädigende Wirkung liegt im Wirkmechanismus, nicht in der Tablette.
Dazu kommen ein kardiovaskuläres Risiko, das mit Dosis und Einnahmedauer steigt, Wasseransammlungen, Bluthochdruck und eine mögliche Verschlechterung der Nierenfunktion. Bei entsprechender Veranlagung können NSAR außerdem die Atemwege verengen (Analgetika-Asthma).
Deine Aufgaben: Gib NSAR mit viel Wasser, nach einer kleinen Mahlzeit und im Sitzen oder Stehen. Beobachte Blutdruck und Ödeme. Und frage bei Langzeiteinnahme nach schwarzem Stuhlgang, dem Teerstuhl.
NSAR lindern rasch, halten die Gelenkzerstörung aber nicht auf und ersetzen keine DMARD-Therapie. Ihre häufigste ernste Nebenwirkung sind Magen-Darm-Geschwüre, die durch Glukokortikoide begünstigt und wegen der Schmerzdämpfung oft spät bemerkt werden.
اختبر نفسك
Eine Patientin nimmt ihr Ibuprofen nüchtern und klagt über Magenschmerzen. Was erklärst du ihr, und worauf achtest du?
NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) hemmen die Zyklooxygenase und wirken analgetisch, antipyretisch und antiphlogistisch. Häufig sind Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen. Sie wirken rasch, halten die Gelenkzerstörung aber nicht auf (ausgenommen Spondylarthritiden) und ersetzen keine DMARD-Therapie. Häufigste ernste Nebenwirkung: Magen-Darm-Beschwerden bis zu blutenden Ulzera: dosis- und dauerabhängig, durch Glukokortikoide begünstigt, wegen der Schmerzlinderung oft spät bemerkt. Bei Risiko Protonenpumpenhemmer, Zäpfchen schützen nicht. Weiter: kardiovaskuläres Risiko, Ödeme, Hypertonie, Nierenfunktion. Pflege: mit viel Wasser, nach kleiner Mahlzeit, sitzend oder stehend. Blutdruck und Ödeme beobachten, bei Langzeiteinnahme auf Teerstuhl achten.
Warum ersetzen NSAR keine DMARD-Therapie, und warum werden ihre Magenprobleme oft zu spät bemerkt?
NSAR lindern rasch, halten die Gelenkzerstörung aber nicht auf und ersetzen keine DMARD-Therapie. Ihre häufigste ernste Nebenwirkung sind Magen-Darm-Geschwüre, die durch Glukokortikoide begünstigt und wegen der Schmerzdämpfung oft spät bemerkt werden.